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Dipl.-Med. Karin Bartoll, Fachärztin für Allgemeinmedizin Stollberger Str. 75, 09119 Chemnitz, Tel. 03 71 / 30 55 41 |
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| Das leidige Problem mit dem Druckausgleich | |
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Meist tritt das Druckausgleichs-Problem schon bald nach der Lautsprecher-Durchsage, dass soeben die Reiseflughöhe verlassen wurde und die Landung in den nächsten Minuten ansteht, auf:
Es stellt sich in den Ohren ein Druckgefühl ein, man hört nicht mehr richtig, es kann im Bereich der Ohren und der Stirn zu Schmerzen kommen. Die Ursache für diese Probleme liegt darin, dass sich mit der Flughöhe die Luftdruckbedingungen in der Flugzeugkabine ändern und sich die Luft in großer Flughöhe (die Reiseflughöhe liegt zwischen 10.000 und 15.000 Metern) ausdehnt und der Luftdruck sinkt. Auch unser Mittelohr ist mit Luft gefüllt und beim Aufstieg in die Höhe dehnt sich die Luft darin aus. Ein kleiner Verbindungsgang vom Mittelohr (die Tube) zum Nasenrachenraum ermöglicht den sogenannten Druckausgleich.
Beim Sinkflug reagieren die Luftausdehnung und der Luftdruck nun genau umgekehrt. Der Luftdruck steigt wieder (er gleicht sich dem Luftdruck am Boden an, je tiefer das Flugzeug sinkt) und damit wird auch das Luftvolumen wieder geringer. Für uns heißt das, dass nun zusätzliche Luft vom Nasenrachenraum ins Mittelohr hineinkommen muss. Dies geht von Natur aus wesentlich schwieriger und dauert länger, als der umgekehrte Weg beim Aufstieg, deshalb ist die Herbeiführung des Druckausgleiches in unserem Körper bei der Landung oft wesentlich problematischer als beim Start. Aus diesem Grunde müssen die meisten Menschen beim Sinkflug den Druckausgleich zusätzlich unterstützen: In der Regel hilft es, indem Sie versuchen zu Gähnen oder zu Schlucken, auch einen Kaugummi zu kauen oder eine Bonbon zu lutschen bietet dabei meist gute Unterstützung.
Einige Menschen mit einem besonderes engen Verbindungsgang vom Mittelohr zum Nasenrachenraum können diesen Druckausgleich nur mit erheblichen Schwierigkeiten herbeiführen. Das Gleiche ist oft der Fall, wenn Sie mit einer Erkältung oder einer Entzündung des Nasenrachenraumes fliegen. Deshalb hier einige Tipps:
Im Übrigen können diese Maßnahmen nicht nur beim Fliegen sinnvoll sein. Auch in schnellen Fahrstühlen in hohen Gbäuden sowie im Hochgebirge, wo Sie mit Seilbahnen oder Liften in kurzer Zeit große Höhenunterschiede überwinden, können ähnliche Probleme auftreten. Auch dabei sind die beschriebenen Maßnahmen meist hilfreich.