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Dipl.-Med. Karin Bartoll
Fachärztin für Allgemeinmedizin
Stollberger Str. 75
09119 Chemnitz    (Anfahrt)

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Ist ein Heilpraktiker das selbe wie ein Homöopath?
Nein. Generell darf man in Deutschland nur mit einer sogenannten "Heilerlaubnis" Menschen behandeln. Der Arzt erlangt diese Heilerlaubnis mit seiner Approbation, der Heilpraktiker muss dazu eine Prüfung ablegen. Die Bezeichnung Heilpraktiker sagt also nur aus, dass jemand diese Prüfung bestanden hat und (unter einigen Einschränkungen im Vergleich zum Arzt) Menschen therapieren darf. Dies ist jedoch keinerlei Hinweis auf die Therapieverfahren, die er einsetzt - das kann von Akupunktur über Klangschalen- oder Tanztherapie bis Reiki alles Mögliche sein...

Ein Homöopath ist jemand, der die Behandlungsmethode der Homöopathie nach Samuel Hahnemann, ihrem Begründer, ausübt. Es gibt sowohl Heilpraktiker als auch Ärzte, welche die Homöopathie mit großem Engagement und Können anwenden. Klassische Homöopathen sind im Berufsstand der Heilpraktiker aber eher eine Ausnahme, die meisten Heilpraktiker arbeiten mit anderen Therapieformen.

Die Qualität der Behandlung ist nicht abhängig vom Berufsstand, sondern von der persönlichen Erfahrung, dem jeweiligen Ausbildungs- und Wissensstand und von den individuellen Fähigkeiten des Behandlers.


Ist Homöopathie und Naturheilkunde dasselbe?
Nein, absolut nicht, denn die Homöopathie ist eine absolut eigenständige Behandlungsmethode!

Der Begriff "Naturheilkunde" ist ein Sammelbegriff für eine große Anzahl von verschiedenen Behandlungsmethoden, die sich sehr deutlich voneinander unterscheiden. So können zwei Therapeuten, egal ob Arzt oder Heilpraktiker, die Naturheilkunde betreiben, doch völlig verschiedene Methoden anwenden, so kann der eine Therapeut z. B. mit der Eigenbluttherapie arbeiten, während der andere vielleicht die Aromatherapie einsetzt. Beides sind Naturheilverfahren. Vieles von dem, was vor 100 Jahren noch fester Bestandteil der Schulmedizin war (Aderlässe, Schröpfen usw.) findet sich heute unter dem Begriff der "Naturheilkunde" wieder.


Man hört immer wieder, Homöopathen arbeiten nur mit pflanzlichen Mitteln. Gibt es einen Unterschied zur Pflanzenheilkunde?
Die Homöopathie hat in ihrem Repertoire zwar auch viele Pflanzen, ist jedoch nicht darauf beschränkt. So kommen viele andere Stoffe aus der belebten und unbelebten Natur zum Einsatz, wie zum Beispiel Mineralien, Metalle, Stoffe tierischen Ursprungs usw., der Unterschied zur Pflanzenheilkunde besteht in der völlig anderen Anwendung. Der wesentlichste Punkt dabei ist, daß die Homöopathie ihre Arzneimittel nach den von Hahnemann gefundenen Naturgesetzen anwendet:
"Similia similibus curentur" (Ähnliches wird mit Ähnlichem geheilt).


Hilft die Homöopathie nur bei chronischen Krankheiten?
Nein. Zwar ist die Behandlung chronischer Krankheiten die Hauptdomäne der Homöopathie, doch sie hilft auch bei akuten Beschwerden sehr gut. Je heftiger der akute Prozeß ist, desto schneller setzt die Besserung ein, beispielsweise bei einer Entzündung. Und nach der Behandlung einer akuten Krankheit ist der allgemeine Gesundheitszustand des Patienten meist um einiges besser als zuvor.


Was versteht man unter Potenzierung?
Hahnemann entwickelte ein eigenes Verfahren zur Herstellung von Arzneimitteln und führte dieses nach jahrelangen Experimenten in die Homöopathie ein. Die Arzneien werden stufenweise verdünnt und dabei zwischen jedem einzelnen Verdünnungsschritt verrieben bzw. verschüttelt. Im Gegensatz zu dem weitverbreiteten Irrtum, es handle sich lediglich um eine Verdünnung, kommt der Verreibung bzw. dem Verschütteln eine große Bedeutung zu. Erst durch diesen Prozess, zusammen mit der Verdünnung, wird die Kraft des Arzneimittels in vollem Maße erschlossen.

Die Verdünnung erfolgt mit den arzneilich neutralen Substanzen Alkohol oder Milchzucker. Bei der ersten Verdünnungsstufe (z. B. im Verhältnis 1:100) wird 1 Teil des Arzneistoffs mit 100 Teilen Alkohol oder Milchzucker verschüttelt bzw. verrieben, das Ergebnis ist die C1 - Potenz. Dann wird im selben Verhältnis weiter verdünnt, wieder verrieben bzw. verschüttelt, so bekommt man die C2 - Potenz usw., es wird also nicht einfach nur verdünnt.

Es gibt in der klassischen Homöopathie drei verschiedene Verfahren zur Potenzierung mit je unterschiedlichen Verdünnungsschritten:
D (Dezimal) - Potenzen: Verdünnungsfaktor 1:10
C (Centisimal) - Potenzen: Verdünnungsfaktor 1:100
Q oder LM (Quinquagintamillesimal) - Potenzen: Verdünnungsfaktor 1:50.000

Wenn Sie ein "homöopathisches Mittel" verordnet bekommen, so haben Sie noch keine Gewähr dafür, daß das Mittel auch nach dem Ähnlichkeitsgesetz verordnet wurde. Erst durch die Verschreibung nach diesem Gesetz wird eine Arznei zu einem homöopathischen (= ähnlichen) Mittel für eine Krankheit. Nur wenn die bestehenden Symptome der Krankheit den Symptomen ähnlich sind, die durch diese Arznei bei einem gesunden Menschen hervorgerufen werden können, kann man eine heilende Wirkung erwarten.

Die Verordnung eines sogenannten "homöopathischen Mittels" allein ist noch lange keine Homöopathie, das ist sehr wichtig zu wissen!


Was ist ein Komplexmittel?
Ein Komplexmittel ist ein Gemisch aus einer Anzahl verschiedener Arzneimittel, welche sich in der Regel (aber eben nur als Einzelmittel!) in der Homöopathie bei der Behandlung einer bestimmten Krankheit bewährt haben, wenn das Mittel aufgrund des Gesamtbildes der Erkrankung des Patienten nach den Regeln der Homöopathie Hahnemanns verordnet wurde. Seriös arbeitende Homöopathen werden Komplexmittel nicht verwenden sondern immer versuchen, das auf den Patienten individuell abgestimmte Einzelmittel zu verwenden.


Welche Krankheiten kann man mit Homöopathie behandeln?
Die Homöopathie ist eine universelle Heilungsmethode, d. h. man kann fast alles behandeln, was nicht zwangsläufig in den Bereich der Notfallmedizin oder der Chirurgie gehört. Viele akute Erkrankungen wie z.B. Kinderkrankheiten, Mittelohrentzündungen, Blasenentzündungen, Erkältungen usw. sprechen im Allgemeinen sehr schnell auf ein homöopathisch richtig verordnetes Mittel an. Ebenso gibt es sehr gute Resultate bei allergischen Erkrankungen, Heuschnupfen, Neurodermitis, Asthma, Psoriasis, Infektanfälligkeiten, rheumatischen Erkrankungen, Magen-Darm-Krankheiten, psychosomatischen Krankheiten usw. Doch auch viele andere akute und chronische Erkrankungen, teilweise auch solche, die in der klassischen Schulmedizin als schwer oder gar nicht beeinflußbar gelten, lassen sich mit Homöopathie erfolgreich behandeln.

Wenn man ein wenig in die Geschichte der Homöopathie zurückblickt, so findet man auch viele geheilte Fälle von sehr ernsthaften Krankheiten wie Lungenentzündungen, Malaria, Cholera, Typhus, Tuberkulose usw.

Entscheidend für den Behandlungserfolg ist nicht die homöopathische Behandlungsmethode selbst, sondern wie gut der Behandler ist; ob der Homöopath genau das richtige, individuell auf den Patienten abgestimmte homöopathische Mittel findet...


Ich habe schon einmal homöopathische Mittel bekommen, sie haben aber nicht geholfen. Wirkt Homöopathie nicht bei jedem?
Wenn jemand sogenannte "homöopathische Mittel" verschreibt, bedeutet dies noch lange nicht, daß dieser auch wirklich homöopathisch arbeitet. Denn die richtige Anwendung der Homöopathie ist abhängig davon, ob man die Gesetze zur Verordnung eines heilenden Arzneimittels beherrscht, oder eben auch nicht...

Gerade von Heilpraktikern werden auch sehr oft Komplexmittel verordnet und fälschlicherweise als "homöopathische Mittel" bezeichnet. Abhängig von den ganz individuellen Symptomen des Kranken können eben sehr viele verschiedenen Mittel in Frage kommen. Und nur ein solches - individuell auf den Patienten abgestimmtes - Mittel wird auch wirklich helfen.


Warum braucht es eine so umfangreiche Befragung (Anamnese), ist das denn wirklich nötig?
Ja, unbedingt, diese Anamnese ist die Grundlage jeder seriösen homöopathischen Arbeit. Sie dient der Ermittlung der "Gesamtheit der Symptome" des Patienten. Aus diesem möglichst vollständigen Bild wählt der Homöopath die Symptome aus, die für die Arzneiwahl relevant sind. Um ein möglichst vollständiges Bild vom Patienten zu bekommen, ist dessen genaue Befragung unumgänglich, dies braucht für die Erstanamnese ca. zwei Stunden Zeit, manchmal sogar mehr.


Wie lange dauert es, bis Homöopathie wirkt?
Bei akuten Erkrankungen gibt es oft sehr schnelle, direkte Reaktionen, die der Patient oft schon wenige Minuten nach der Einnahme spürt. Sehr deutlich kann man das bei Verletzungen feststellen, denn Homöopathie wirkt schmerzlindernd und Heilungs-beschleinigend. Oft kann auf herkömmliche Arzneimittel verzichtet werden.

Die Wirkung bei chronischen Krankheiten äußert sich oft auch relativr schnell, jedoch werden die Beschwerden hier in kleinen Schritten kontinuierlich gebessert. Das Eintreten der Wirkung ist auch abhängig von der zu behandelnden Erkrankung und dem Gesamtzustand des Patienten.

Allgemein kann man sagen, dass bei akuten Erkrankungen mit einer schnelleren Erleichterung zu rechnen ist. Bei chronischen Erkrankungen können mehrere Tage bis einige Wochen vergehen, bis eine Erleichterung oder Veränderung verspürt wird. Das Verschwinden einer Erkrankung oder Beschwerde ist, genau wie ihre Entstehung, ein Prozess der verschiedene Stufen durchläuft.


Wie lange muss ich ein homöopathisches Arzneimittel einnehmen?
Die Behandlungsdauer bei Akuterkrankungen kann in Stunden, Tage oder Wochen (z. B. bei Knochenbrüche) betragen. Bei chronischen Erkrankungen richtet sich die Behandlungsdauer danach, welche Vorerkrankungen festgestellt werden und wie lange die Krankheit schon besteht. Homöopathische Arzneimittel werden so lange verordnet, bis die Gesundheit entweder völlig wieder hergestellt, oder zumindest deutlich gebessert ist.

Homöopathische Arzneimittel werden niemals präventiv eingenommen, auch dann nicht, wenn der Patient Angst hat, dass die Beschwerden wieder kommen.


Wie kann ich als Patient die chronisch homöopathische Behandlung am besten unterstützen?
Eine homöopathische Behandlung wirkt auch ohne jede Unterstützung Ihrerseits. Es sei denn, dass Ihre Lebensgewohnheiten Faktoren beinhalten, die als krankheitsfördernd zu werten sind oder der Wirkung homöopathischer Mittel entgegen stehen. So kann beispielsweise der Konsum von Kaffee oder Alkohol ein Umstand sein, der die Wirkung homöopathischer Arzneimittel behindert. Dies sollten Sie mit Ihrem Homöopathen besprechen.


Muss ich an die Homöopathie glauben?
Es ist nicht erforderlich an eine homöopathische Behandlung zu "glauben". Kleinkinder und Tiere glauben auch nicht an die Globuli, die sie bekommen, und dennoch wirken diese ganz hervorragend. Sehr wichtig ist jedoch, dass Sie ehrlich sind und Ihrem Homöopathen alle wichtigen Informationen geben. Je mehr er vom Patienten weiss, desto höher sind die Erfolgsaussichten.

Man darf jedoch nicht davon ausgehen, dass Krankheiten, die schon seit Jahren bestehen, innerhalb von wenigen Tagen spurlos verschwinden, solche Fälle gab es zwar auch schon, diese sind aber eher eine seltene Ausnahme.


Warum bekommt man manchmal nur Globulis und manchmal Tropfen?
Das kommt ganz auf den Patienten und die Krankheit an. Ob tägliche Einnahme oder Einmalgabe, ob Globulis oder Tropfen, dies muss immer im Einzelfall geprüft werden.


Wann soll ich das homöopathische Mittel einnehmen?
Homöopathische Mittel sollten möglichst nicht direkt vor oder nach dem Essen, nicht direkt vor oder nach dem Trinken und nicht direkt vor oder nach dem Zähneputzen eingenommen werden. Nehmen Sie Ihre homöopathischen Mittel bitte mindestens 10 Minuten vor dem dem Essen, Trinken oder Zähneputzen ein - oder erst 10 Minuten danach. Optimal wäre ein Einnahme-Zeitpunkt, auf den eine Entspannungsphase folgt.

Die Hauptsache ist jedoch, dass die Einnahme so erfolgt, wie Ihr Homöopath Ihnen dies angeraten und verordnet hat - und dass Sie die Einnahe nicht vergessen!


Woran erkennt man einen guten Homöoopathen?
Ein guter Homöopath macht erstmal eine ausführliche Anamnese, diese dauert ca. zwei Stunden - und Sie bekommen auch nur ein homöopathisches Mittel, und kein Komplexmittel.

Wenn Sie bei einer chronischen Erkrankung zum Ersttermin nach 30 min. die Praxis schon wieder verlassen, haben Sie es wahrscheinlich nicht mit einem klassisch arbeitenden Homöopathen zu tun - oder zumindest nicht mit einem guten...

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