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Dipl.-Med. Karin Bartoll, Fachärztin für Allgemeinmedizin Stollberger Str. 75, 09119 Chemnitz, Tel. 03 71 / 30 55 41 |
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Oft unterschätzt - immer gefährlich: Die Virusgrippe Die Grippeschutzimpfungkann Sie schützen |
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Sie kommt jedes Jahr- mit Vorliebe in der kalten Jahreszeit - um ihren Angriff auf unsere Gesundheit zu starten. Die Rede ist von der Virusgrippe, die durch das Influenza-Virus verursacht wird. Da sich das Influenza-Virus tückischerweise ständig verändert, muss jedes Jahr aufs Neue geimpft werden. Eine regelmäßige, alljährliche Wiederholung der Schutzimpfung verstärkt obendrein die Wirkung und ist daher sehr sinnvoll. Zur Vorbeugung vor Influenza gibt es keine Alternative. Zunächst einmal deshalb, weil viele sie mit den sogenannten Erkältungen verwechseln, die durch andere harmlosere Viren und Bakterien hervorgerufen werden. Das führt oft zu der Annahme, daß eine Impfung nicht nötig sei, oder daß ein gesunder Mensch erst gar nicht an Grippe erkrankt, weil er ja widerstandsfähig ist. Ein verhängnisvoller Irrtum, den alljährlich viele Menschen mit ihrem Leben bezahlen, weil sie nicht geimpft sind. Außerdem verbreitet sich das Influenzavirus durch Tröpfcheninfektion und ist deshalb hoch ansteckend. Ein Niesen oder Husten genügt, um die in der Nähe befindlichen Menschen zu infizieren. Die Viren können übrigens auch über Klimaanlagen verbreitet werden. Da sich das Virus immer wieder in anderer Gestalt zeigt, gegenüber die kein Immunschutz in der Bevölkerung besteht, kann sich die Virusgrippe auch wegen ihrer kurzen Inkubationszeit von 1-3 Tagen epidemieartig ausdehnen. Die Virusgrippe - eine schwere Infektionskrankheit Die echte Grippe macht sich zunächst mit Symptomen, wie plötzlich eintretendes Fieber über 39° C, Abgeschlagenheit bis hin zu schwerem Krankheitsgefühl, Kopf- und Gliederschmerzen bemerkbar. Darüber hinaus schwächt die echte Virusgrippe den Organismus oft so sehr, dass Bakterien und Viren, die Lungenentzündungen und Bronchitiden hervorrufen, einen idealen Nährboden vorfinden. Vor allem Personen, die bereits ein chronisches Leiden haben, sind durch solche "Superinfektionen" extrem gefährdet. Nicht selten kommt es zu einer virusbedingten Herzerkrankung, die sich z.B. mit Rhythmusstörungen bemerkbar macht. Etwa 7000 Todesfälle jährlich gehen auf das Konto der Virusgrippe. Die Erholungszeit nach überstandener Grippe kann sich über Monate hinziehen. Kreislaufschwäche und Leistungsknick sind die Begleiter. Auf Nummer sicher gehen: Die Grippeschutzimpfung
Die Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, dass der Schwerpunkt der Influenzaerkrankungen erst im Januar / Februar zu beobachten war. Eine vorbeugende Impfung ist deshalb noch bis in den Januar hinein unbedingt empfehlenswert. Erstmals steht für die Grippeimpfung in Deutschland ein konservierungsmittelfreier Grippe- Impfstoff (weltweit der erste und einzige) zur Verfügung, der bei gleicher Wirksamkeit den Körper weniger belastet. Keine Alternative zur Vorbeugung mit Impfstoffen : Neuraminidase-Hemmer Der Einsatz von neuen Arzneimitteln (z. B. Neuraminidase-Hemmern) ist nur begrenzt möglich. Eine Gabe ist nur innerhalb von 2 Tagen nach Auftreten der Symptome sinnvoll. Der Patient ist also bereits an Influenza erkrankt, wenn das Mittel zum Einsatz kommt. Vorab ist jedoch eine präzise Diagnose vom behandelnden Arzt zu stellen. Auch unter anderen Aspekten ist die Grippeimpfung dem Einsatz dieser Medikamente überlegen: Jeder, für den die Grippeimpfung angezeigt ist und der sich impfen lässt, spart dem Gesundheitssystem Kosten ein. Die Behandlungskosten im Falle einer Erkrankung übersteigen die Impfstoffkosten um ein Vielfaches und belasten das Arzneimittelbudget des Arztes. Die Grippeschutzimpfung hingegen belastet das Arzneimittelbudget nicht, da Impfungen nicht budgetiert sind. |