Welche gesundheitlichen Probleme können während der Reise auftreten und wie sollte man diesen begegnen?
Was ist bei gesundheitlichen Beschwerden im Reiseland zu tun? Wie gehe ich mit extremen klimatischen Bedingungen um? Wie kann ich mich vor Unfällen im Reiseland schützen?
Wie verhalte ich mich, wenn ich es mit giftigem Getier zu tun hatte? Durchfall und Fieber gehören zu den häufigsten Komplikationen während einer Reise, wie soll man sich bei auftretendem Fieber oder Durchfall im Reiseland verhalten? Was kann man selbst tun, um die Beschwerden zu lindern oder ihnen gar vorzubeugen bzw. wann sollte ein Arzt aufgesucht werden? Dies alles sind Fragen, auf die die meisten Urlauber vor Reiseantritt und auch während der Reise keine rechte Antwort wissen. Wir möchten Ihnen hier helfen, einige dieser Dinge schon vorher abzuklären:
| Probleme |
empfohlene Maßnahmen |
| Durchfall |
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kann in den ersten Reisetagen z.B. durch ungewohnte Speisen auftreten, wird meist aber durch verunreinigte Nahrungsmittel oder Trinkwasser ausgelöst
(gefährlich können z.B. sein: ungeschältes Obst, Eiswürfel, Leitungswasser. Speiseeis, rohe Salate und Gemüse)
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Leitsatz beherzigen: "Cook it, peel it or forget it!" - ("Koch es, schäl’ es oder vergiss es!“).
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In manchen Regionen können auch Würmer zu Durchfällen bzw. Magen- und Darmbeschwerden führen. Die Würmer befallen häufig perkutan (d.h. durch die Haut) den Wirt.
Das Tragen von geschlossenem Schuhwerk so wie das Meiden von Süßwasser (Seen, Bäche, Flüsse) in Bilharziosegebieten beugt dem Befall vor.
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Zur Desinfektion von Wasser stehen bei Abenteuer- und Trekkingreisen Filtrationssysteme und Tablettendesinfektionen zur Verfügung, die das Risiko einer
Infektion durch Trinkwasser reduzieren.
Therapie:
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Bei Stuhlfrequenz unter 4 Mal pro Tag, ohne Blut- oder Schleimbeimengungen und ohne Fieber: Flüssigkeits- und Elektrolytersatz, ggf. Motilitätshemmer
(z.B. Loperamid), Hefepräparate (z.B. Saccharomyces). Wenn innerhalb von 2-3 Tagen keine Besserung auftritt, Arzt aufsuchen!
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Bei Stuhlfrequenz über 4 Mal pro Tag, mit ggf. Blut- oder Schleimbeimengungen, Fieber, Erbrechen, Bauchkrämpfen:
Arzt aufsuchen und Stuhluntersuchung
veranlassen. Nur wenn absolut kein Arzt erreichbar ist und die Beschwerden zunehmen ist eine Selbsttherapie angebracht.
Lassen Sie sich vor der Reise von Ihrem Arzt aufklären und eine Notfallmedikation verschreiben. Sobald die Möglichkeit besteht, einen Arzt aufsuchen!
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Flüssigkeits-Elektrolytersatz: Bei Durchfällen besteht die Gefahr der Austrocknung: Daher ist eine Therapie mit "oralen Rehydratationsmitteln"
(bekommen Sie in der Apotheke als Pulver od. Tabletten) sinnvoll.
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Von einer Antibiotika-Prophylaxe wird aufgrund der Resistenzentwicklung, sowie der möglichen Nebenwirkungen abgeraten, eine Selbsttherapie mit Antibiotika
sollte nur im äußersten Notfall erfolgen,.
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| Fieber |
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Ausgehend von der normalen Körpertemperatur von 37 °C spricht man bei Temperaturerhöhungen bis 38 °C von "erhöhter Temperatur", bei Temperaturen bis 38,5 °C von
"mäßigem" Fieber und bei Temperaturen von über 39°C, von "hohem" Fieber. Am Abend steigt die Temperatur meist an, am Morgen ist sie meist niedriger. Die
genauesten Werte liefert die rektale Fiebermessung oder die Messung durch ein Ohrthermometer. Die Messung kann auch oral (unter der Zunge bei geschlossenem Mund)
durchgeführt werden. Die Messung in der Achselhöhle ist meist ungenau.
- Fieber im NICHT-Malariagebiet:
Fieber kann viele Ursachen haben, u.a. kann es Zeichen einer Infektion sein. Ursachen hierfür können virale, bakterielle, parasitäre
oder auch Pilzerkrankungen sein, die je nach Ursache auch lebensbedrohlich sein können. Da die Behandlungen je nach Art der Erkrankung unterschiedlich ausfallen,
sollte bei anhaltendem Fieber ein Arzt zur Abklärung und Behandlung der Fieberursache aufgesucht werden.
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Fieber im Malariagebiet:
Es besteht das Risiko einer Malaria! Daher muss unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden. Auch bei Einnahme einer Malariaprophylaxe sollte bei Fieber immer ein
aufgesucht werden, da eine Malariaprophylaxe keinen absoluten Schutz vor der Erkrankung garantieren kann. Durch die Einnahme einer Malariaprophylaxe kann
das Fieber zunächst unterdrückt werden, sodass eine Temperaturerhöhung erstmal nicht so stark ausfällt.
Therapie:
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Fieber ist ein ernstzunehmendes Warnzeichen Ihres Körpers. Aus diesem Grund sollten Sie unbedingt mit Hilfe eines Mediziners die Klärung der
Fieberursache anstreben!
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Fiebersenkung durch Medikamente: Acetylsalicylsäure (ACHTUNG: nicht im Malariagebiet anwenden!) oder Paracetamol.
VORSICHT: Eine Fiebersenkung durch Medikamente darf z.B. bei Überhitzung (Hitzschlag) nicht durchgeführt werden. Fiebersenkende Medikamente sollten Sie besser
nur nach Abstimmung emit einem Arzt einsetzen!
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Als altes Hausmittel sind Wadenwickel zur Senkung der Körpertemperatur noch immer sehr wirksam.
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Durch Fieber entsteht im Körper ein erhöhter Flüssigkeitsbedarf, daher speziell bei hohen Außentemperaturen: VIEL TRINKEN!!!
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Antibiotika sollten nur im äußersten Notfall als "Selbstbehandlung" eingenommen werden, da in den Tropen und Subtropen häufig
Antibiotika-resistente Bakterienstämme vorkommen.
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Therapie im Malariagebiet: Malariatherapie nach erfolgter Malariadiagnostik entsprechend der ärztlichen Anweisung und unter ärztlicher Aufsicht.
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| Kontakt mit giftigen Tieren |
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Beugen Sie vor:
- Niemals im Freien auf der Erde schlafen (Kleidungsstücke, Schuhe, Nahrung usw. auf der Erde locken u.a. Spinnen, Skorpione und Schlangen an).
- Niemals tote Gifttiere anfassen, nie auf Gifttiere zugehen!
- Nie auf Bäume klettern (Baumschlangen sind fast alle giftig)!
- Am Abend und in der Nacht stets festes, über den Knöchel reichendes Schuhwerk anziehen, die meisten Schlangen sind Nachttiere. Über 90 Prozent aller Schlangenbisse
erfolgen unterhalb oder im Knöchelbereich.
- Im Falle eines Gifttierunfalls suchen Sie schnellstmöglich medizinische Hilfe auf
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| Mückenschutz |
- Beim Aufenthalt in klimatisierten Räumen aufhalten ist das Risiko eines Mückenstiches gering.
- Tragen Sie möglichst langärmliche und langbeinige Kleidung! Je weniger offene Hautstellen Sie haben, desto weniger Angriffsfläche bieten Sie der Mücke.
- Ungeschützte Hautstellen reiben Sie mit einem Insektenabwehrmittel ein.
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| Sonnenschutz |
- Die Sonne in subtropischen und tropischen Gefilden hat eine wesentlich höhere Intensität, als wir das von zu Hause gewohnt sind.
- Eine erhöhte Vorsicht vor einem Sonnenbrand ist deshalb unbedingt geboten, Sonnenbrände erhöhen das Hautkrebsrisiko um ein Vielfaches!
- Insbesondere am Wasser sollte man sich nicht ungeschützt der prallen Sonne aussetzen (T-Shirts und Kopfbedeckung tragen).
- Benutzen Sie Sonnencremes mit hohem Lichtschutzfaktor bzw. Sunblocker und schützen Sie auch Ihre Augen durch eine Sonnenbrille.
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| Hitzeschutz |
- Medikamenteneinnahmen, Alkohol, Übergewicht oder unzureichende Trinkmengen können einen Hitzeschlag begünstigen!
- Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, psychische und physische Unruhe können die ersten Anzeichen dafür sein.
- Meiden Sie pralle Mittagssonne, suchen Sie sich lieber ein "schattiges Plätzchen" und tragen Sie weite, luftige Kleidung.
- Trinken Sie ausreichend (bei warmen Außentemperaturen mindestens 3,5 Liter täglich) und vor allem auch regelmäßig!
- Passen Sie sich dem Lebensrhythmus des Gastlandes an, eine Siesta in der wärmsten Tageszeit tut Ihrem Körper gut und gibt neue Kraft.
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| Essen / Trinken |
- Achten Sie auf regelmäßige Flüssigkeitszufuhr, auch wenn kein Durstgefühl besteht! Hierbei gelten bei heiß-trockenem Wetter mindestens 3,5 Liter pro Tag
zuzüglich Ernährung. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist darüber hinaus für eine gute Verdauung unerlässlich.
- In den Tropen und Subtropen sollten Sie niemals (auch im Hotel nicht) Leitungswasser trinken. Vorsicht auch bei Eiswürfeln, nur industriell
hergestellte Eiswürfel sind sicher. Nehmen Sie den Drink im Zweifelsfall lieber ohne Eis. Bei Trekkingtouren sollte eine Trinkwasserfilterung
oder -entkeimung durchgeführt werden.
- Vermeiden Sie Nahrungsmittel von Straßenständen oder günstigen Straßenrestaurants, hier können die erforderlichen Hygienemaßnahmen
bei der Zubereitung der Speisen meist nicht eingehalten werden. Vorsicht auch bei Speiseeis vom Straßenstand!
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Leitsatz beherzigen: "Cook it, peel it or forget it!" - ("Koch es, schäl’ es oder vergiss es!“).
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| Reisekrankheit |
- Schließen Sie die Augen oder fixieren Sie einen festen Punkt in der Umgebung, bei Schiffsreisen die Horizontlinie, nach unten zu blicken verstärkt meist
den Effekt der Übelkeit.
- Legen Sie sich hin, wenn dies möglich ist, legen Sie die Beine hoch, halten Sie den Kopf ruhig.
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Suchen Sie sich nach Möglichkeit einen Platz, der sich nahe am Schwerpunkts des Fahrzeugs oder Flugzeugs befindet, um die Wankbewegungen gering zu halten:
- beim Flugzeug in der Nähe der Tragflächen
- beim Schiff in der Mitte eines unteren Decks
- im Auto der Platz des Beifahrers
- im Bus der vordere Bereich hinter dem Fahrer
- Beugen Sie ggf. mit Medikamenten (Tabletten, Dragees aus der Apotheke) gegen die Reisekrankheit vor
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| Intimkontakte |
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Keine ungeschützten Intimkontakte, Kondome bieten den einzigen Infektionsschutz vor HIV und sexuell übertragbaren Erkrankungen
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Bei akuten Beschwerden sollten Sie auch auf einer Reise generell einen Arzt aufsuchen. In Notfällen hilft Ihnen die Botschaftsvertretung vor Ort. Dort können Sie sich auch Auskünfte zur ärztlichen Hilfe in Ihrem Reisegebiet einholen.
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